Kindertagesstätte |
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| Wir sind die Evangelische Kindertagesstätte der evangelischen Kirchengemeinde Götzenhain. Auf diesem Wege möchten wir einige Ausschnitte aus unserer Konzeption vorstellen. Eine komplette Ausgabe können Sie in der Kindertagesstätte oder im Pfarrbüro ausleihen oder für einen kleinen Unkostenbeitrag erwerben. | ||||||||||||
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| 1. Aufnahme in die evangelische Kindertagesstätte | ||||||||||||
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| Die Kirchengemeinde möchte in gerechter und ausgewogener Art den Bedürfnissen von Eltern entgegenkommen, die, die Aufnahme ihres Kindes in die Kindertagesstätte beantragen. Es wird bei der Aufnahme darauf geachtet, dass die unterschiedlichen Kindergruppen nach Alter und Geschlecht der Kinder möglichst gleichmäßig besetzt werden. Bei absehbar schwierig zu betreuenden Kindern ist die Aufteilung auf die Gruppen in pädagogisch verantwortbarer Weise zu gestalten. Die Kindertagesstättenleitung findet in Absprache mit dem/der Pfarrer/in einen verantwortbaren Kompromiss zwischen den unterschiedlichen Aufnahmekriterien und den oben genannten Zielen. Bei Ausnahmefällen treffen Kindertagesstättenleitung, Kindertagesstättenausschuss, Pfarrer/in und Kirchenvorstand eine gemeinsame Entscheidung. In die Kindertagesstätte können Kinder aufgenommen werden, die mindestens drei Jahre alt sind. Im Falle eines Mangels an Kindergartenplätzen sind außer dem Alter des Kindes noch andere Kriterien zu berücksichtigen (Reihenfolge nicht bindend): |
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| 2. Öffnungszeiten | ||||||||||||
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| 3. Schließungszeiten | ||||||||||||
| Die Kindertagesstätte ist während der ersten Januarwoche, in der Woche nach Ostern (falls in dieser Zeit auch Schulferien sind) und "zwischen den Jahren" geschlossen. Während der noch zusätzlich anfallenden Schließungstage (z.B. der Freitag nach Fronleichnam) kann ein Notdienst in unserer Einrichtung oder in einer anderen Kindertagesstätte angeboten werden. | ||||||||||||
| 4. Gruppenstärke | ||||||||||||
| In unserer Kindertagesstätte gibt es 4 Regelgruppen mit je 22 Kindern im Alter von 3 bis 6 Jahren. | ||||||||||||
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| 5. Tagesablauf - Ein Vormittag aus der Sicht eines Kindes | ||||||||||||
| Morgens früh, wenn ich gerade erst ausgeschlafen habe, ziehe ich mich schnell an und frühstücke. Dann bringt mich meine Mama in die Kindertagesstätte. Damit wir die "Ersten" sind, und weil meine Mama und mein Papa beide arbeiten gehen, sind wir schon um halb acht da. Es sind noch nicht alle Kinder da, deshalb ist nur die Blaue Gruppe offen. Alle Kinder, die früh mit mir kommen, treffen sich dort zum Spielen und eine Erzieherin passt auf uns auf. Um halb neun gehen wir in unsere Gruppenräume, und die anderen Kinder kommen jetzt auch so langsam. Wenn alle Kinder da sind, wird die Eingangstüre abgeschlossen. In der Gruppe können wir uns aussuchen, was wir spielen wollen, oder ob wir lieber basteln, bauen, kleben oder kneten. Wenn ich dann Hunger bekomme, frage ich Senida, ob ich zum Frühstücken gehen darf. Dann, wenn sie ja gesagt hat, hole ich meine Tasche und gehe in den Flur zum Essen. Dort gibt es Geschirr und Getränke. Manchmal treffe ich dort meine Freunde aus der Roten Gruppe und wir essen dann gemeinsam. Wenn die Eingangstüre abgeschlossen ist, dürfen wir auch im Flur oder im Bewegungsraum spielen oder in den Garten gehen. Manchmal besuche ich auch die Gelbe Gruppe, bastele dort etwas oder spiele mit einer Freundin. Oft machen wir in unserer Gruppe auch einen Stuhlkreis. Dann lernen wir ein Lied oder schauen ein Bilderbuch an. Manchmal besprechen wir auch Sachen, wenn wir Unsinn gemacht haben oder so. Ab 12.00 Uhr werden die ersten Kinder abgeholt. Manchmal darf ich gucken, welche Mamas da sind. Ich werde dann nicht abgeholt, weil ich länger bleibe. Weil heute gutes Wetter ist, gehen wir alle noch ein bisschen in den Garten. Um 12.30 Uhr werden dann die Mittagskinder zum Essen abgeholt. Kurz vor 13.00 Uhr, wenn Mama von der Arbeit kommt, holt sie mich ab. |
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| 6. Nachmittage | ||||||||||||
| Am Montag- und Donnerstagnachmittag trifft sich die Gruppe der zukünftigen Schulanfänger in der sogenannten Kennenlerngruppe. (14.00 - 16.00 Uhr) Die Vorschulerziehung beginnt zwar schon mit dem Eintritt der Kinder in die Kindertagesstätte, doch speziell im letzten Jahr vor der Schule wird der Übergang in die Schule vorbereitet. | ||||||||||||
| 7. Ziele unserer pädagogischen Arbeit | ||||||||||||
| Die Kindertagesstätte versteht sich als ein Teil der Evangelischen Kirchengemeinde Götzenhain. Die Pfarrerin wird in die religionspädagogische Arbeit mit den Kindern einbezogen. In der Regel kommt sie einmal wöchentlich zum Singen und Erzählen biblischer Geschichten in die einzelnen Gruppen. Es geht ihr dabei weniger um die Vermittlung alter Glaubenssätze, als um die religiöse Dimension des Lebens überhaupt. In der Kindertagesstätte erfahren viele Kinder wahrscheinlich zum ersten Mal, dass "andere anders" sind. Diese Erfahrung kann für Kinder ausgesprochen verunsichernd wirken, andererseits aber auch bereichernd sein. Unsere Art der religiösen Erziehung kann dem Rechnung tragen. Sie knüpft an der Lebenswelt und den biographischen Voraussetzungen der Kinder an. Verhaltensweisen werden sozialisiert, Vorstellungen werden korrigiert und neue Lebensmöglichkeiten eröffnet. Das geschieht in einfacher religiöser Sprache und mit Formen, in denen sich die Kinder zu Hause fühlen können. Biblische Erzählungen, Lieder und Gebete nehmen zum Teil Bezug auf den bevorstehenden Familien- oder Kindergottesdienst, zu dem die Pfarrerin insbesondere die Älteren in der Kindertagesstätte einlädt. Durch die Präsenz in der Kindertagesstätte macht sich die Pfarrerin den Kindern als "kirchliche Bezugsperson" bekannt ("Du wohnst doch in der Kirche") und kann so persönlichen Kontakt zur Kirchengemeinde herstellen. Damit die Kinder das Bauwerk "Kirche" kennen lernen, wird in Abständen ein Ausflug dorthin gemacht. Die Pfarrerin erklärt Gegenstände und Symbole. Die Kinder erfahren Kirche als einen Raum, in dem sie keine Angst zu haben brauchen, sich wohl fühlen können. Durch den Kontakt mit der Pfarrerin und dem Entdecken der Kirche erfahren die Kinder, dass Gott einer ist, der sich den "Großen" und den "Kleinen" gleichermaßen zuwendet. |
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| In unseren altersgemischten Kindertagesstättengruppen mit verschiedenartigen Kindern und Erwachsenen lernen die Kinder sich und andere so anzunehmen wie sie sind und sensibel füreinander zu werden. Die jüngeren Kinder können von den Älteren lernen, die Älteren üben Rücksicht zu nehmen und den jüngeren Kindern zu helfen. Das Selbstwertgefühl der Kinder wird gestärkt, indem ihnen kleine Aufgaben übertragen werden und ihnen Zutrauen entgegengebracht wird. Vertrauen in einer Gemeinschaft kann wachsen, wenn sich die Kindertagesstättenkinder von ihren Spielgefährten bzw. Freunden und Bezugspersonen angenommen fühlen. So können sie Ängste abbauen und Geborgenheit empfinden. Gemeinsam getroffene Vereinbarungen und Regeln gehören auch zum Zusammenleben in unseren Gruppen. Diese sind für Kinder und Erzieherinnen bindend, werden aber immer wieder auf ihre Aktualität überprüft und gegebenenfalls verändert. Gemeinschaftsfähigkeit und Durchsetzungsvermögen werden in Groß- und Kleingruppen erlernt. Die Kinder üben Toleranz und Rücksichtnahme und lernen so Schritt für Schritt, ihre Probleme selbst zu lösen. Bei Problemen bzw. Konflikten welche die Kinder nicht selbständig lösen können steht ihnen eine Erzieherin zur Seite. Die Spielmaterialien können von Jungen und Mädchen gleichermaßen genutzt werden, jedoch soll auch den Kindern die Möglichkeit gegeben werden, ihrem Geschlecht entsprechend zu spielen: Türme zu bauen, Kräfte zu messen oder 'Vater-Mutter-Kind' zu spielen. Bei allen Gruppenprozessen steht das gemeinsame Spiel im Vordergrund. Eine wichtige Aufgabe der Erziehung liegt in der Förderung der Persönlichkeitsentwicklung und der Selbständigkeit Dies geschieht durch Lernen in Alltagssituationen. Ein Beispiel aus unserem Kindertagesstättenalltag: jede Gruppe kocht einmal wöchentlich und ca. vier Kinder bereiten in der Küche ein Gericht bzw. ein Frühstück für die Gesamtgruppe vor. Dabei werden den Kindern einfache, erste hauswirtschaftliche Tätigkeiten vermittelt. In unserem Kindertagesstättenalltag sollen Tätigkeiten des täglichen Lebens begriffen und deren selbstständige Ausführung erlernt werden. Das heißt: alleine an- und ausziehen, Nase putzen, zur Toilette gehen, alleine essen und trinken, Esstisch decken und abräumen. Die Kinder lernen Werte und Normen zu begreifen und zu akzeptieren. Außerdem lernen die Kinder Verantwortung für ihr eigenes Verhalten und für ihr Verhalten anderen gegenüber zu übernehmen. Nach Absprache mit den Erzieherinnen haben die Kinder die Möglichkeit auch Orte außerhalb des Gruppenraumes zu wählen. Diese können sein. die Bewegungsbaustelle, Spielbereiche im Flur, andere Gruppenräume, sowie das Außengelände. So können sie auch außerhalb ihrer Gruppe Freunde finden und Kontakte pflegen. Im Garten dürfen Kinder (in einer Kleingruppe) ohne "direkte" Beaufsichtigung spielen, das heißt, die Erzieherinnen können die Kinder durch die große Fensterfront zur Gartenseite beobachten. Durch Erfahrungen mit der natürlichen Umwelt geben wir den Kindern die Möglichkeit, Naturnähe zu erleben. Kinder sollen möglichst viele Sinneseindrücke im Umgang mit den Elementen Erde, Wasser, Luft sammeln. Dies hilft den Kindern aus ihrer Perspektive die Welt zu erfahren. Bei gemeinsamen Aktionen im Tagesablauf werden Hilfsbereitschaft und Geduld geübt. Seine eigenen Fehler machen dürfen und trotzdem anerkannt zu werden, heißt: Überlegenheitsgefühle einerseits und Minderwertigkeitsgefühle andererseits abzubauen. Selbstwertgefühl und Selbstsicherheit bauen sich auf. |
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| 8. Kontakt | ||||||||||||
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| 9. Förderverein | ||||||||||||
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